Durch den Bundesstaat New Mexico


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In Tucumcari ist die Wand am Supermarkt nicht nur grau.

Route durch New Mexico

New Mexiko – andere Sprache, andere Menschen, andere Landschaft

Wir kamen nach New Mexiko und betraten ein anderes Amerika. Nicht nur dass seit kurz vor der Grenze Tafelberge das Landschaftsbild prägen. Viele Menschen sprechen spanisch und kaum englisch. Ja, sind wir jetzt in Mexiko? Nein, bei den mexikanischen - eindeutig ärmeren - Amerikanern. Erste Adobe Häuser tauchen auf. Selbst Walmart, der dominierende Supermarkt, passt sich der veränderten Architektur an. Die Eintrittskarte zu Santa Fe ist der Glorieta Pass. Er führt über die Interstate 25. Unser Navi zeigt 2302 Höhenmeter. Enttäuschend: Kein Schild auf der Passhöhe. Unmöglich in Deutschland: Parkende Autos am Fahrbahnrand und wir Radler auf dem Seitenstreifen. Die Menschen suchen Pinones unter den  allgegenwärtigen Pinien. Als wir stoppen und uns Wasser in die ausgedörrten Kehlen kippen, spricht uns ein Mann an: "Do you need a ride?" "No, we don't." Jetzt geht's doch nur noch runter. Die Abfahrt nach Santa Fe ist atemberaubend, der Ort auch. Wir nehmen uns zwei Tage Zeit für die Hauptstadt New Mexikos. Werner kauft sich im Outdoor Store eine neue Radhose. Unglaublich: Größe M. Seine kurze, geliebte und inzwischen viel zu große Jeans entsorgt er eigenhändig im Papierkorb neben der Umkleidekabine. Stichwort Umkleidekabinen. Sie sind  verschlossen. "Ring the bell" steht an den Türen. Armut erzeugt Kriminalität. Wir lassen unsere Räder keinen Augenblick unbeaufsichtigt. Auch nach Albuquerque geht es über einen Pass. Wir fahren in das größte Indianerreservat der Vereinigten Staaten, die Navajo Nation Reservation. Die Navajos betreiben z. B. Casinos, RV-Parks und Supermärkte. Sie sind sehr freundlich und interessiert an unserer Reise. Ihre Tänze führen Sie auch heute noch auf und sind stolz auf ihre Historie. Mit der Continentale Divide, der kontinentalen Wasserscheide, sind wir am höchsten Punkt der Route 66. Die gut 2400 Höhenmeter erkämpfen wir uns bei teils kräftigem Gegenwind. Raus aus den Bergen sind wir aber lange noch nicht.

Mit dem Blick auf Felsen und Tafelberge klettern wir langsam immer höher.

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Selbst im Nowhere – hier bei Newkirk – trompetet die Eisenbahn, dass die Berge zittern. Der Sinn dieses Lärms hat sich uns nicht erschlossen.

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Hinter Santa Rosa würde der Wind unsere Räder umkippen. Diese Etappe auf dem Highway 84 ist bei starkem Seitenwind eine der härtesten unserer ganzen Reise.

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Irgendwann tauchte der markante Berg, der Starvation Peak auf.

Fast zwei Tage kam er immer etwas näher. Jetzt ist er endlich in greifbarer
Nähe.

Auf dem Santa-Fe-Trail geht es ständig mehr uphill als downhill.

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In Dilia, einem kleinen Ort im Nowhere, gibt es eine Bar aber keinen Campingplatz. Wir werden von einem Mann angesprochen, der in Deutschland stationiert war. Er schickt uns zu Diane und Hilario. Die beiden bewirten uns wie Freunde. Steaks, Salat, Kartoffeln. Unglaublich. Yoshi kann hier wie selbstverständlich auch noch sein Zelt aufbauen.

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Immer wieder sehen wir kleine Friedhöfe direkt an der Straße.

In Pecos halten wir im National Historic Park. Leider ist man im Visitor Center nicht bereit, unsere Räder sicher unterzubringen. So können wir uns nur die Ruine der Kirche ansehen, die mit den Rädern zu erreichen ist.

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Buntes Treiben in den Straßen von Santa Fe.

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Nicht mal das Oktoberfest lässt man sich in Santa Fe entgehen. Dieser Ort hat Charme und hat uns beeindruckt.

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Casino, RV-Park, Supermarkt und Gasstation in Casa Blanca. Mitten im Nowhere.

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Was kommt unterwegs auf den Teller? Zum Beispiel in Laguna der Lagunaburger. Schmeckt und macht satt. Zumindest bis zum nächsten Anstieg. Die Nativs servieren den Burger schön scharf mit Jalapenios. World famous, versteht sich.

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Die Mountains sind beeindruckend. Wieder eine Bergprüfung, bevor wir Albuquerque erreichen.

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Kunstinstallation auf dem Weg nach Albuquerque

Albuquerque hat über 500.000 Einwohner, eine Uni, ein paar Hochhäuser und gute Radwege.

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Bei Gegenwind steil bergan. Uns hängt zwar die Zunge aus dem Hals, aber glücklich stehen wir auf dem höchsten Punkt der Route 66: Continentale Divide.

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Der Weg nach Gallup ist traumhaft. Es ist der erste Tag der Präsidentenwahl. Der Ort ist lebhaft und bunt. Selbst jeder Papierkorb ist ein Gemälde.

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Podcast zu New Mexico am 02.11.2016

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